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Die Macht der Worte - Kommunikation im Alltag

Posted on March 27, 2020 at 6:00 PM Comments comments (1)

 

Egal, ob du mit Freunden unterwegs bist, in der Familie oder im Berufsleben: Worte sind, neben der Körpersprache, dein wichtigstes Kommunikationsmittel. Hier können Missverständnisse entstehen, du kannst Mitmenschen, mit dem was du sagst, verletzten oder auch motivieren.

 

Grund genug, sich mal genauer damit zu beschäftigen, was das ein oder andere kleine Wörtchen ausmachen kann. Am Beispiel Büroalltag und Verhalten an der Supermarktkasse zeigen wir dir wie wichtig es ist, sich auszutauschen und was kleine Gesten schon bewirken können.

 

Null Resonanz kann verunsichern

 

Wir geben in einer Arbeitswelt, die sich ständig verändert und uns immer mehr abverlangt, täglich unser Bestes! Mal eben noch ein zusätzliches Projekt bearbeiten, Überstunden machen, die sich gewaschen haben und stetig steigende Anforderungen an die Qualität unserer Arbeitsergebnisse … So ganz ohne Feedback jedoch fühlt man sich irgendwann verloren.

 

Kommt nicht ab und an ein „Danke dir!“ oder „Das hast du gut gemacht!“, ist es kein Wunder, wenn du dich manchmal fragst, ob niemand sieht, dass du dich bemühst alle Aufgaben zu erfüllen. Oder, dass du immer dein Bestes gibst und manchmal völlig auf dem sprichwörtlichen Zahnfleisch gehst. Grundsätzlich machst du deinen Job ja gerne und könntest auch mit Kritik umgehen, wenn diese angemessen formuliert ist.

 

Feedback motiviert

 

Mal ganz homöopathisch gedacht: Vielleicht zwingt uns die Digitalisierung nicht immer aber doch oft dazu, die Kommunikation im Job - von Mensch zu Mensch und direkt ins Gesicht - auf Mails und Kurznachrichten zu beschränken. Das ist auf Dauer nicht nur recht unpersönlich und kann zu vielen zwischenmenschlichen Missverständnissen führen, sondern auch dafür sorgen, dass du dich isoliert fühlst und glaubst, dass dein Einsatz nicht gewürdigt wird.

 

Stell dir einfach vor, die Türe geht auf und dein Vorgesetzter nimmt sich die Zeit, dir kurz für deine gestrigen Überstunden zu danken oder sich nach deinem Befinden zu erkundigen. Wär doch klasse, oder!? Aber du handhabst es ja meist auch nicht anders: Dialoge mit den Kollegen beschränken sich des öfteren darauf, andere zur Schnecke zu machen, wenn der Kaffee mal wieder leer ist oder das Papier im Drucker nicht aufgefüllt wurde. Sei ehrlich!

 

Lob und Kritik am Arbeitsplatz

 

Kennst du das Sprichwort: Wie man in den Wald hinein ruft …? Kurz darüber nachgedacht: Du verkriechst dich doch auch gerne hinter deinem Schreibtisch, oder? Wenn du also möchtest, dass deine Kollegen und Vorgesetzten dich und deine Leistung wahrnehmen, dann sei doch mal voll oldschool, gehe mit gutem Bespiel voran und sprich mit ihnen. Kleine Gesten, wie ein einfaches „Danke!“, „Großartiger Job von dir!“ oder „Kann ich dir vielleicht helfen?“ sorgen auch bei deinem Gegenüber für gute Stimmung.

 

Aber auch konstruktive Kritik kann dazu beitragen, sich gegenseitig den Job zu erleichtern. Klar, dass „Das ist nicht gut genug!“ keine Aussage ist, die euer Projekt voran bringt. Wohingegen ein ruhiges „An dieser Stelle könnten wir noch was verbessern. Was meinst du dazu?“ Gemeinsamkeit schafft und Interesse an der Meinung deines Gegenübers vermittelt. Du kannst also ganz einfach mit Dialogbereitschaft schon die Stimmung im Büro verändern. Und das mal eben im Vorbeigehen!

 

Klingt doch gar nicht so schwer, oder? Auch über deine Gefühle kannst du ruhig sprechen, denn jeder von uns hat ja Empfindungen. So kommt ein „Ich habe das Gefühl, hier nicht weiter zukommen.“ oder ein „Wie empfindest du die Situation?“ schon sehr viel persönlicher rüber. Auf dieser Ebene bekundest du nicht nur Interesse an der fachlichen Meinung des Kollegen, sondern fragst nach seiner gesamten Expertise als Mensch/ machst einen Schritt auf den anderen zu.

 

Wenn du dabei authentisch bist und die richtigen Worte wählst, kannst du dir fast sicher sein, dass auch DEIN verbales Schulterklopfen nicht lange auf sich warten lässt. Warum? Ganz einfach, weil eine positive, kommunikative Grundstimmung ansteckend ist! Ist das nicht super?

 

Kleine Geste - große Wirkung!

 

Ja, das klingt schon ziemlich abgedroschen, aber denk mal kurz darüber nach! Worte lösen Emotionen aus und du kannst dein Umfeld mit ein paar aneinander gereihten Buchstaben entweder deprimieren oder das pure Glück verteilen. Es ist beispielsweise bekannt, dass ein „Vielen Dank im Voraus“ am Ende deiner Mail schon für eine schnellere Bearbeitung sorgen kann. Kannst du noch folgen?

 

Ganz genau! Wenn du dein Gegenüber wertschätzt, in dem du dich zum Beispiel schon vorab für eine Leistung bedankst, dann kann es nur zu deinem eigenen Vorteil sein. Eine Mail mit Anweisungen, ohne Gruß und Dank hingegen wird wahrscheinlich etwas weniger gern bearbeitet. Kommt dir das bekannt vor?

 

Es ist doch ganz einfach: Wer gute Laune und damit eine positive Grundstimmung verbreitet, bekommt diese eben auch wieder zurück. Zugegeben, anfänglich musst du dich unter Umständen auf eine kleine Durststrecke in Sachen Resonanz gefasst machen. Wenn es aber einmal läuft, dann kann dich nichts mehr aufhalten.

 

Just be nice!

 

Auch im privaten Umfeld hat sich unsere Kommunikation verändert! Beobachte mal die Leute, die im Supermarkt in der Schlange vor dir stehen. Die Kassiererin grüßt üblicherweise jeden Kunden mit einem freundlichen „Guten Tag“. Die wenigsten Menschen erwidern etwas. Kannst du dir vorstellen, dass die Kassiererin vielleicht manchmal auch viel lieber die Klappe halten würde, weil sie direkt vor den Leuten sitzt aber kaum eine Rückmeldung bekommt?

 

Ein ernst gemeintes „Hallo!“ oder ein „Ihnen einen schönen Abend.“, gepaart mit kurzem Augenkontakt, lässt auch bei deiner Supermarktkassiererin die Stimmung steigen. Wenn sie dir dann überrascht mit „Danke, den wünsche ich Ihnen auch!“ antwortet, hebt es wiederum deine Laune und trägt dazu bei, dass dein Abend wirklich gut verläuft. Nun stell dir aber mal vor, die Kassiererin würde Grußlos einfach deine Einkäufe Einscannen und dich nur erwartungsvoll ansehen. Du würdest dich nicht willkommen fühlen und den Supermarkt wechseln …

 

Worte können viel bewirken!

 

Kann es sein, dass wir durch den immer größer werdenden Leistungsdruck und die Digitalisierung schon fast verlernt haben, miteinander zu reden, uns deshalb oft einsam fühlen und, anstatt raus zu gehen und mit den Menschen zu quatschen, auch privat die Kommunikation auf Online Plattformen und Kurznachrichten beschränken?

 

Wir fassen mal kurz zusammen: Wenn du wenig Resonanz bekommst, ziehst du dich automatisch zurück. Du bekommst aber auch kein Feedback, wenn du selbst den Mund nicht aufmachst. Also raus aus diesem Teufelskreis und einfach mal die Macht der Worte nutzen, um die Stimmung zu heben! Ja genau, wenn du lächelnd einen schönen Tag wünschst, dich für gute Arbeit oder den frisch aufgesetzten Kaffee bedankst, den Menschen dabei in die Augen siehst und es dann auch noch ernst meinst …

 

… dann sei dir sicher, dass auch du dich über positive Reaktionen freuen kannst und von deiner Umwelt als optimistisch und authentisch wahr genommen wirst. Nette Worte sind eben alles andere als überflüssig. Du hast die Macht, also lass die Sonne rein!

 

 


Psychisch Krank, und nicht ganz bei ( gesellschaftlichem ) Trost?!

Posted on January 25, 2020 at 2:15 PM Comments comments (0)

Woran denken Sie bei dem Wort Krankenhaus? An Unfallopfer, an alte Menschen die einen Treppensturz hinter sich haben, an Mütter die Kinder zur Welt bringen, an Blinddarmentzündungen und Krebserkrankungen. Ein Mensch der im Krankenhaus liegt weckt unser Mitgefühl, wir wünschen ihm schnelle Genesung und bieten gerne unsere Besuchsdienste an. Woran denken Sie bei dem Wort Psychiatrie? An Verrückte, Geisteskranke, an Gescheiterte. Die Psychiatrie ist in den meisten Köpfen der Gesellschaft als etwas Bedrohliches verankert, etwas wovon man sich besser fernhält. Genau genommen ist die Psychiatrie nichts anderes als ein Krankenhaus, ein Krankenhaus spezialisiert auf die Seele des Menschen. Woher kommt dann diese Berührungsangst, diese Befangenheit im Umgang mit psychisch erkrankten Menschen?

Die Filmbranche fördert das Bild, der in Zwangsjacken umher geisternden, irren Patienten. Nicht zurechnungsfähig, nicht ganz bei Trost. Dabei ist Trost genau das, was psychisch erkrankten Menschen sehr zugute kommen würde. Neben den Symptomen der Krankheit, ist die gesellschaftliche Tabuisierung und Ablehnung ein Punkt, der großen Leidensdruck verursacht. Die Gesellschaft schützt und stärkt Menschen, die aufgrund einer somatischen Erkrankung auf Hilfe angewiesen sind. Dem Kollegen, der kürzlich einen Herzinfarkt erlitten hat, begegnet man mit Nachsicht. Er weckt Hilfsbereitschaft, man sorgt sich um sein Wohlergehen…und um das eigene, schließlich kann mir so etwas auch passieren. Dem depressiven Kollegen, der frisch aus der stationären Therapie wieder ins echte Leben zurückgekehrt ist, gewährt man oft eine sehr viel kürzere Schonfrist…..er war ja solange in Therapie, jetzt muss er sich doch auch zusammenreißen können. Einem Herzinfarkt Patienten würden die wenigsten raten, sich jetzt mal wieder zusammenzureißen. Warum ist das so?

Die Psyche ist den Menschen immer noch sehr fremd, noch fremder ist ihnen eine nicht ganz gesunde Psyche. Eine somatische Erkrankung ist greifbarer, ist im besten Fall auf etwas zurückzuführen, etwas wofür der Erkrankte nichts kann – Schicksal. Psychische Erkrankungen sind oft sehr viel komplexer, schwieriger zu begreifen. Man sieht kein offensichtliches Problem, das Problem steckt im Kopf und ist somit auch selbst verschuldet. So oder so ähnlich setzt sich das Bild der psychischen Erkrankung in den Köpfen vieler Mitmenschen zusammen. Die Wahrheit ist weit davon entfernt. Ja, psychische Erkrankungen sind oft sehr komplex, es gibt nicht immer eindeutige Diagnosen. Aber nur weil etwas nicht genau zugeordnet werden kann, ist es dennoch existent. Die Behandlung ist oft langwieriger. Es ist kein Knochenbruch, der nach Wochen der Ruhigstellung und Schonung wieder verheilt. Das Verständnis der Gesellschaft für psychisch Kranke Menschen stößt schnell an Grenzen, schneller als bei somatischen Erkrankungen. In geselliger Runde ist es kein Problem, von seinem erlittenen Schlaganfall zu erzählen, wohl aber von seiner letzten depressiven, oder gar manischen Phase zu berichten. Unverständnis, Angst, Ablehnung.

Es scheint als hätten die Menschen Angst, etwas von der „ Verrücktheit“ des anderen könnte sich bei zu viel Zuwendung auf einen selbst übertragen. Ich könnte selbst psychisch krank werden, wenn ich mich zu viel damit beschäftige. Wie wahrscheinlich ist das? So wahrscheinlich wie sich an einem Herzinfarkt anzustecken.

Eine psychische Erkrankung kann jeden überraschen und überrollen, wie jede andere somatische Krankheit. Niemand ist davor geschützt, niemand sucht sich so etwas aus. Die Ursachen liegen nicht selten im sozialen Umfeld, oder in schwierigen Kindheitserlebnissen. Die Frage der Schuld stellt sich also gar nicht. Oder geben sie einem Kind Schuld an seiner Kindheit?